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Die Gordon Setter Zucht in Oberbayern

 

Tipps zum Hundekauf

 

 

 

 

 

Tipps zur Anschaffung eines Hundes

 

1. Persöhnliche Voraussetzungen

Wer sich für die Anschaffung eines Hundes entschließt, sollte zunächst die eigenen Lebensumstände prüfen und sicherstellen, dass einige Voraussetzungen innerhalb des Wohnumfeldes gegeben sind:

  • Dem Hund kann genügend Zeit (für Spaziergänge, Pflege, Erziehung etc.) gewidmet werden, aber keine Gewaltmärsche, Rad- oder Bergtouren in den ersten Monaten.
  • Die Anschaffung und Haltung des Hundes lässt sich mit den beruflichen Gegebenheiten vereinbaren.
  • Die Familie bzw. das familiäre Umfeld ist mit der Anschaffung eines Hund einverstanden.
  • Der Mietvertrag lässt eine Anschaffung zu.
  • Kann ich verhindern, dass der Welpe die ersten Monate Treppen laufen muß?
  • Die Haltung des Hundes wird nicht durch Urlaubsplanungen beeinträchtigt. Die Anschaffung eines Hundes verursacht erhebliche Kosten, die getragen werden müssen:

    - Hundesteuer
    - Haftpflichtversicherung
    - Tierarztkosten
    - Fütterung und Pflege

Hundesteuer-Vergleich

 

Hunde haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von zehn Jahren und mehr

die Entscheidung sich einen Hund anzuschaffen hat daher Auswirkungen auf einen langen Lebensabschnitt.


2. Welche Hunderasse?

 

gesetz

 

Achtung, jedes Bundesland hat seine eigene Hundeverordnung!! Diese enthalten Auflagen für die Haltung von Hunden, und bestimmten Rassen. Vor Kauf eines Hundes bitte diese beachten.

Besuchen Sie die Internet-Seite vom VDH-Ausstellungen-CACIB national und international. Hier finden Sie genügend Termine im In- und Ausland. In den Vormittagsstunden lernen Sie dort Vertreter aller Hunderassen kennen und können sich bei den dort anwesenden Züchtern über rassespezifische Eigenschaften erkundigen.

Man unterscheidet zwischen den normalen-, und den Arbeits- bzw. Gebrauchshunden. Die letzteren wurden für eine spezielle Tätigkeit (jagen, hüten, bewachen usw.) gezüchtet, und verlangen von uns eine dementsprechende Beschäftigung.

Leider wurden einige Rassen züchterisch an den Geschmack der Käufer angepasst, die Lebensqualität der Hunde wurde zur Nebensache. Verzichten Sie auf diese Qualzuchtrassen z.B. Mops, Nackthunde usw. die Hunde werden es Ihnen danken.

 

Als Qualzucht bezeichnet man bei der Züchtung von Tieren die Duldung oder Förderung von Merkmalen, die mit Schmerzen, Leiden, Schäden oder Verhaltensstörungen für die Tiere verbunden sind. Sie ist für Wirbeltiere in Deutschland nach § 11b des Tierschutzgesetzes - außer für wissenschaftliche Zwecke - verboten. Besonders platte Nasen, extrem kurze Beine oder nackte Haut - was Züchter und Käufer an manchen Hunderassen als schön empfinden, macht diese krank. Hier wäre die FCI/VDH in der Pflicht, die Zucht solcher Rassen unter ihrem Namen zu verbieten, ansonsten ist das VGH-Gütesiegel unglaubwürdig!!!!


qual

Bulldoggen, die auf einen Ventilator angewiesen sind


Gordon-Setter

Haben Sie sich für diese Rasse entschieden, ist die Suche nach einem Züchter angesagt.

Züchter und Zuchtvereine gibt es viele, die Begriffe sind nicht geschützt, es kann sich jeder Züchter nennen, oder einen Zuchtverein gründen mit selbstgeschriebenen "Papieren"

Hierarchie im Jagdhundewesen

fci

Weltdachverband für das Hundewesen

vdh

Verband für das Deutsche Hundewesen

jghv

Dachorganisation für das Jagdgebrauchshundewesen

pus

Links: Verein für Setter und Pointer

Rechts:  Gordon-Setter Club

gscd

Für Gordon-Setter gibt es in Deutschland nur 2 Zuchtvereine, in denen nach den Regeln der FCI, VDH, JGHV gezüchtet wird, und deren Zuchtpapiere offiziell im In- und Ausland anerkannt werden.


1. Im Verein für Pointer und Setter werden alle Setterrassen und die Pointer gezüchtet. Der Verein gliedert sich in einzelne Landesverbände.

 

2. Im Gordon-Setter Club werden nur Gordon-Setter gezüchtet. Es gibt keine Landesverbände. Gefordert ist eine anspruchsvollere Anlagenprüfung mit der Arbeit  und dem Schusstest am Wasser


Für einen Setter braucht man viel Geduld und Zeit, der Hund erwartet von einem, daß man kein Stubenhocker ist. Es ist weniger ein großer Garten gefragt, wichtiger ist es, mit dem Hund zu arbeiten. Bedenken sollte man auch, Setter sind Jagdhunde, Vorstehhunde, die bevorzugt auf Federvieh (Enten, Vögel, Fasane usw.) ansprechen. Wer nicht energisch von Anfang an gegen das Hetzen von Vögeln angeht, hat später Probleme damit. Viele Setter mußten die Vogeljagd auf oder über eine Landstraße schon mit dem Leben bezahlen!!!!!!! In vielen Fällen kommt man, wenn man den Hund nicht von Anfang an

 konsequent und richtig ausgebildet hat, um den Gebrauch von "Koralle" und Reizstromgeräten ( Teletakt ) nicht umhin, was wiederum verboten ist. Rudelchef ist nicht der Hund!!!! obwohl er dies immer wieder in Frage stellen wird. Ein Hund denkt nicht wie ein Mensch. Sein Handeln besteht nur aus seinen Anlagen und seinen Erfahrungen. Wildern und das Wild hetzen macht natürlich unseren Hunden Spass, wird ihm dies durch Strafen verleidet, und das Unterlassen durch Lob positiv belohnt, wird er sich für das Positive entscheiden, denn dann geht es ihm gut.

Entweder eine gute Ausbildung !!!!

oder ein Jagdhund immer an der Leine?

Wichtige Infos dazu auf der Seite "Jagd"

Dann lieber eine andere Hunderasse wählen!!!!!!!!


Wer sich einen Rassehund zulegt, bekommt beim Kauf vom Züchter einen Abstammungsnachweis ausgehändigt. Dieser ist so etwas wie eine Geburtsurkunde mit Rassezugehörigkeitsnachweis. Im Volksmund wird er meist als Stammbaum bezeichnet, der Fachbegriff jedoch ist Ahnentafel oder Pedigree.

Bei der Ahnentafel handelt es sich um ein vorgedrucktes Formblatt, auf das die Rasse, der Name des Hundes mit Zwingernamen, Wurftag und Geschlecht eingetragen wird, ggf. auch farbliche und andere Besonderheiten. Die Zuchtbuchnummer in Verbindung mit der Zuchtbuchbezeichnung zeigt an, daß der Hund ins Zuchtbuch eingetragen bzw. vom Zuchtwart abgenommen wurde. Zudem sind die Urgroßeltern, Großeltern und Eltern des Vierbeiners mit ihren Zuchtnummern und eventuellen Auszeichnungen, im Positiven, wie auch die Negativen aufgeführt. Schließlich müssen die Zuchtbuchstelle des Vereins sowie der Züchter mit ihrer Unterschrift die Richtigkeit all dieser Angaben bestätigen. In der Ahnentafel werden auch Prüfungen eingetragen. Dies hat auch den Vorteil, man kann an Hand der Ahnentafel zurückverfolgen, wie es um HD, andere Probleme  wie Wesensfestigkeit, Schuss und allg. Erkrankungen in der Wurflinie ( mehrere Generationen beachten!!! ) bestellt ist.

Bestimmte Rassen neigen zu bestimmten Erkrankungen, man sollte sich vor dem Kauf von einem Tierarzt über die gewünschte Rasse beraten lassen. Beim Gordon-Setter ist auf HD, Zahnfehler und Herzerkrankungen zu achten.


Die Augenkrankheit "PRA" ist inzwischen auch in Deutschland unter den Gordon-Settern weit verbreitet. Kaufen Sie nur Welpen, die auf  PRA getestet sind. Wir geben nur getestete Welpen ab.

Es gibt drei mögliche Test-Ergebnisse

 

1. der Typ A Hund („free, normal" , gesund): der Hund hat von
beiden Elternteilen das dominante PRA-freie Gen geerbt. Er trägt also
keine PRA und kann sie auch nicht weitervererben. Er ist gesund.

2. der Typ B Hund („carrier", Träger) : der Hund hat von einem
Elternteil das dominante PRA-freie Gen geerbt, vom anderen Elternteil
das rezessive krankmachende PRA-Gen. Das dominante freie Gen
überlagert das rezessive krankmachende Gen, der Hund ist gesund, aber Träger von PRA
und kann es an seine Nachkommen weiter vererben. Man bezeichnet diese Hunde als „Träger".
Träger sind in bezug auf PRA genauso gesund wie ein Hund, der dieses Gen nicht trägt.

3. Der Typ C Hund ( „affected", krank ) der Hund erbt von beiden
Elterntieren das rezessive krankmachende PRA-Gen, trägt es also doppelt
und ist somit in Bezug auf PRA als krank anzusehen. Sein Risiko blind zu
werden ist sehr hoch, über 90%.


Die Einstufungen bei HD sind unterteilt in:

A1-A2 = HD0 = Kein Hinweis für HD.
B1-B2 = HD1 = Übergangsform.
C1-C2 = HD2 = Leichte HD.
D1-D2 = HD3 = Mittlere HD.
E1-E2 = HD4 = Schwere HD

Ab dem 12. Monat werden die Hunde auf HD geröntgt, und der Befund vom Zuchtverein P&S durch einen Spezialisten ausgewertet. Den Auswertungsbogen bekommt man vom Verein oder vom Züchter. Mit einer "C-Hüfte" darf bei P&S nicht mehr gezüchtet werden.


Natürlich haben diese Hunde  ihren Preis, ab ca 1000 Euro aufwärts.

Scheuen sie sich nicht, fragen sie die Züchter, wie ihre Hunde vom letzten und vorletzten Wurf in Sachen: HD, Leistungs-Prüfungen und Formwerten bei Internationalen Ausstellungen (CACIB) und Spezialzuchtschauen (CAC) abgeschnitten haben.


Schlechte, oder keine Formwerte können auf vielseitige Probleme in dieser Zucht hinweisen, deshalb den Standard der Hunde fast auswendig lernen, Abweichungen vom Standard, wie Größe!!! Zahnfehler, Farbe, Knickrute und Gangwerk sind nur wenige Beispiele, die später bei den eigenen Hunden zu Problemen führen können. Schauen sie sich die Elterntiere genau an, und vergleichen sie diese mit dem Standard.  Welpen werden meist mit 8 Wochen abgegeben, dann ist leider die erste Prägungsphase schon abgeschlossen. Nicht nur die Hundemutter, auch die Züchter sind hier schon gefordert, die Welpen auf ihr zukünftiges Leben vorzubereiten, nach dem Motto: was Hänschen nicht lernt......!  


Natürlich bieten Hunde mit "echten Papieren" keine Garantie, denn "schwarze Schafe" gibt es auch bei den "FCI-Züchtern".
Die Käufer eines Rassehundes sollten auf jeden Fall darauf achten, daß die Ahnentafel von einem Verein / Club unterzeichnet und beglaubigt wurde, der dem Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) angeschlossen ist. Die Ahnentafeln des VDH gewährleisten, daß die darin enthaltenen Angaben korrekt sind und strenge Wurf- und Zuchtkontrollen durchgeführt wurden.

Achten Sie auch auf die unterschiedlichen Zuchtlinien im Ausland bzw. Übersee. Für Amerika ist der sehr helle Brand, hochgetragene Rute und teilweise wahre "Fellmonster" typisch, in Australien haben die Gordon Setter einen so langen Hals, das man meint, einen Afghanen vor sich zu haben. Wir züchten nach dem FCI-Standard Gordon Setter, die als brauchbare Jagd- und Familienhunde tauglich sind, keine Hunde, die mit ihrer Felllänge im Haus die "Bodenpflege" übernehmen können.

Arbeits- Gebrauchshunde

Die Rassehunde werden von der FCI, also auch vom VDH in die Arbeit- und die Nichtarbeitshunde eingeteilt. So sind unter Anderen zum Beispiel alle Jagdhunde, also auch die Gordon-Setter (FCI-Gruppe 7)  "Arbeitshunde". Das Ursprungsland der Rassen legt den Standard eines Hundes fest, und  welche Arbeitsprüfungen diese Hunde ablegen müssen, in unserem Fall also England. Dies zu organisieren und zu überwachen ist Aufgabe vom JGHV (Jagdgebrauchshundeverein) Das erfolgreiche Ablegen  einer Anlagen-Prüfung bis 24 Monate gilt als Zuchtvoraussetzung und  eine Leistungsprüfung ist der Grundstein zum Titel: " Internationaler Schönheits Champion" und die Berechtigung, in der Arbeitsklasse bei Hundeausstellungen zu starten. Achtung, bei P&S können Hunde in die Zucht gelangen, die am Wasser schußscheu sind, Angst vor dem Wasser haben, oder nicht apportieren wollen, deshalb bei P&S auf die Herbstanlageprüfung bestehen!!! Andere Arbeitshunde sind z.B. die Hüte- und Schutzhunde.

 

Tierheimhund oder vom Züchter?

Gordon Setter wird man kaum in einem Tierheim finden, wenn man danach sucht, außer im Ausland, aber viele haben mit den " ach so armen Straßen-Hunden " aus den "Tötungsmaschinen" dann in Deutschland ihre Probleme vom Wesen her, und von der Gesundheit. Diese Tiere wurden in einem anderen Umfeld geprägt und haben in ihrer Prägungsphase Erfahrungen gesammelt, die von uns nicht nachvollziehbar sind. Viele sind Träger von Krankheiten, die dann nach Deutschland eingeschleppt werden, so z.B. die Leishmaniose, eine unheilbare Krankheit hervorgerufen durch den Stich einer Sandmücke. Werden solche Trägertieren von einer hiesigen Mücke gestochen, können diese noch nicht!! die Krankheit übertragen, aber irgend wann werden auch unsere Mücken zum Überträger!!!!

Auch die gefährliche Babesiose (Hundemalaria) breitet sich aus dem Ausland kommend in Deutschland aus. Sie wird durch den Zeckenbiß der Auwaldzecke übertragen. Aus Frankreich kommend ist zur Zeit besonders der Oberrhein, Saarland, Schwarzwald und Rheinland-Pfalz und der Raum München betroffen, auch Polen, der Raum Berlin und Brandenburg. Die Notfall-Medikamente, die in Deutschland nicht zugelassen sind, bekommt ein Tierarzt in größeren Tierkliniken oder über die Internet-Apotheken.

übertragen

Achtung, ein Setter ist ein Jagd- und kein Schutzhund!!!!!!!!

Wer mit seinem Hund jagdlich arbeiten, oder in die Zucht möchte, sollte die Anlageprüfung nicht aus den Augen verlieren. Der Hund darf für diese Prüfung nicht älter als 24 Monate sein. Achtung!!! Club und Verein haben total unterschiedliche Prüfungsbestimmungen und Zuchtzulassungen. Wer nicht das jagdliche Umfeld und Wissen hat, sollte seinen Hund zur Vorbereitung an einen Fachman abgeben, der diesen dann auch bei der Prüfung führt. Adressen gibt es beim Club und auch beim P&S. Der Ausbilder sollte sinnvoller Weise dort arbeiten und ausbilden, wo sich auch das dementsprechende Niederwild befindet. Die Herbstanlage-Prüfungen finden mit Wasserarbeit statt.

Einem Jagdhund seine jagdliche Passion in jeder Form abzuerziehen, oder zu unterdrücken funktioniert nur, wenn man den Hund mit Gewalt bricht, oder ihn als Alternative rechtzeitig und konsequent erzieht.

Siehe Seite Ausbildung